Grundlagen

 
 
Warum?
 
     
 
 

 

Regelmäßig, spätestens vor und nach durchgeführten Wahlen in Deutschland, werden auf fast allen politischen und gesellschaftlichen Ebenen, das Erstarken rechtsextremistischer Kräfte, die steigende Politikverdrossenheit, sowie eine stetig abnehmende Wahlbeteiligung, beklagt.
Auch im Land Brandenburg besteht gerade unter Jugendlichen eine zunehmende Politik- und Parteienverdrossenheit, begleitet von der Wahrnehmung nicht gewollter jugendlicher Mitsprache/Mitgestaltung, vor allem auf kommunaler Ebene.
Von der Erwachsenenwelt wird zu wenig Interesse an Mitwirkung und Gestaltung Jugendlicher an ihrer unmittelbaren Lebenswelt geweckt.
Die Jugendlichen sehen unter anderem auch deshalb keine Zukunftsperspektiven im Land Brandenburg und wandern zunehmend ab.
Gleichzeitig äußern Jugendliche großes Interesse bei konkreten Angeboten von Beteiligungsmöglichkeiten vor Ort.
Die Erfahrungen zeigen, das Jugendliche durchaus befähigt sind sich in Planungsprozesse einzubringen, Zukunftsszenarien für ihre Lebensorte zu entwerfen, sich in konkreten Umsetzungsprojekten auch längerfristig zu engagieren und Verantwortung dafür zu tragen.

 
 


 
 
 

 


Der erste Schritt:

 
 


 
 
 

 

Nicht selten befürchten politische Entscheidungsträger auf kommunaler Ebene in der Beteiligung von Jugendlichen an „Ihren“ Entscheidungsprozessen ein Verzögerungs- und Konfliktpotential.
Es besteht ein hoher Beratungsbedarf in den Kommunen (Verwaltungen, Stadtverordneten- bzw. Gemeindevertreterversammlungen, Trägern der Jugendarbeit, Schulen) hinsichtlich der Chancen und den Umsetzungsmöglichkeiten Demokratischer Beteiligung, die der lokalen Situation entsprechen und auf die Bedürfnisse und Möglichkeiten der Jugendlichen eingehen.
In vielen Begegnungen und Gesprächen mit Jugendlichen ist immer wieder die zunehmende Tendenz des sich kompletten Abwendens von jeglichen bundes-, landes, oder kommunalpolitischen Themen und Entscheidungsprozessen zu beobachten.
Selbst die Chancen einer gesellschaftlichen Mitbestimmung durch aktive Ausübung des Wahlrechtes wird als abstrakte und vor allem wirkungslose Möglichkeit abgetan.
Diesen Entwicklungen darf unsere Gesellschaft nicht tatenlos zusehen – weder im Interesse der Jugend als Generation der Zukunft, noch im Interesse der momentanen „Entscheider- und Weichenstellergeneration“.
Demokratie lebt vom Mitmachen und jeder hat die Chance dazu – diese Möglichkeiten gilt es zu würdigen und zu leben. Dies ganz besonders vor dem Hintergrund der allgemein, besonders von den „Alten“, beklagten jugendlichen Politikverdrossenheit.

 
 


 
 
 

 


Das Ziel:

 
 


 
 
 

 

Junge Menschen zur politischen Mitarbeit anzuregen und demokratische Mitbestimmung erlebbar zu machen, hat sich über die Stärkung der Demokratischen Kultur hinaus als ein sinnvoller und nachhaltiger Beitrag für eine weitgreifende Präventionsarbeit in den verschiedensten Lebensbereichen erwiesen.
Vor dem Hintergrund der gewollten freiwilligen Teilnahme Jugendlicher in diesem Rahmen bestehen wertvolle Chancen einer selbst bestimmten Vermittlung allgemeiner und jugendrelevanter Themen außerhalb der Pflichtinhalte im kaum selbst gestaltbaren Schulalltag.Die Chancen etablierter, sich kontinuierlich treffender, Jugendgremien, oder thematischer Initiativgruppen, liegen über der Umsetzung von Projekten zu jugendrelevanten Themen vor Ort hinaus, in der Nutzung einer stabilen Plattform für Informationsveranstaltungen in politischen und gesellschaftlichen Bereichen und damit einhergehend der Chance eines weiteren, präventiv wirkenden Ansatzes in der Jugendarbeit und dem Engagement gegen Rechtsextremismus.