Selbstverständnis

Brandenburg beteiligt! – Für eine starke Beteiligungskultur

Kinder- und Jugendbeteiligungsprozesse sind Brücken zwischen den Generationen, welche zum Wohle aller Beteiligten von beiden Seiten aus jederzeit beschritten werden können. Kinder und Jugendliche, Mitarbeiter*innen aus Kommunalverwaltung und Kommunalpolitik, Vertreter*innen aus Schulen und Fachkräften der Sozialen Arbeit und Jugendhilfe, müssen dazu gemeinsam auf Augenhöhe zusammenarbeiten.

Kompetenzzentrum Kinder- und Jugendbeteiligung

Auf dieser Grundlage können konstruktive und erlebbare Mitgestaltungs- und Bildungsprozesse stattfinden, welche neben einem neuen Miteinander vor Ort, auch zur Entwicklung neuer Bindungsfaktoren für junge Menschen führen können.

Wir beraten und informieren Euch und Sie dabei die einzelnen Zusammenhänge, Erfahrungen und Herausforderungen kennenzulernen, um gemeinsam, partnerschaftlich und konstruktiv an Lösungen in Ihrer/Eurer Heimatkommune zu arbeiten. Wir bieten dazu Informationen, Beratungen, Fortbildungen sowie regionale und landesweite Vernetzungsmöglichkeiten an.
Das Kompetenzzentrum Kinder- und Jugendbeteiligung Brandenburg unterstützt in Absprache mit allen Interessierten vor Ort die dafür notwendigen Prozesse landesweit und kostenfrei!

Struktur

Das Kompetenzzentrum gliedert sich in die Fachstelle Kinder- und Jugendbeteiligung (kommunal) und die Fachstelle Beteiligung in den Hilfen zur Erziehung (HzE). Das Kompetenzzentrum Kinder- und Jugendbeteiligung ist ein Projekt der Paritätischen Agentur für das Recht auf Teilhabe – PART gGmbH und wird aus Mitteln des Landes Brandenburg durch das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (MBJS) gefördert.

Geschichte des KiJuBB

Das Kompetenzzentrum Kinder- und Jugendbeteiligung Brandenburg (KiJuBB) blickt auf eine stetige Entwicklung seit 2002 zurück. Aus kommunalen Beteiligungsmodellen und demokratiefördernden Projekten entstand schrittweise eine landesweite Fachstruktur. Ihre Geschichte verbindet Organisationsentwicklung mit wichtigen fachpolitischen Etappen: kommunale Beteiligungsrechte in der Brandenburger Kommunalverfassung (BbgKVerf), Interessenvertretungen junger Menschen, Beteiligung in den Hilfen zur Erziehung und seit 2024 die gesetzliche Verankerung einer Fachstelle im Brandenburgischen Kinder- und Jugendgesetz (BbgKJG). Das Land Brandenburg nimmt mit den gesetzlichen Regelungen unter den Bundesländern eine Vorreiterstellung ein, wie der Kinderrechteindex des Deutschen Kinderhilfswerks von 2025 belegt.

Das KiJuBB begleitete diese Entwicklung durch Qualifizierung, Beratung und die Vernetzung von Beteiligungsakteur*innen im Land Brandenburg. Heute unterstützt es landesweit Beteiligungsprozesse, Kommunen, Kinder- und Jugendgremien, Kinder- und Jugendbeauftragte sowie pädagogische Fachkräfte. Die Arbeit umfasst verschiedene Fachbereiche, wie die kommunale Kinder- und Jugendbeteiligung, Beteiligung in den Hilfen zur Erziehung, die Begleitung von Kinder- und Jugendgremien sowie das Jugendforum Nachhaltigkeit.

Entwicklung der Arbeit im KiJuBB

„Junge Menschen zur politischen Mitarbeit anzuregen und demokratische Mitbestimmung erlebbar zu machen, hat sich über die Stärkung der demokratischen Kultur hinaus als ein sinnvoller und nachhaltiger Beitrag für eine weitgreifende Präventionsarbeit in den verschiedensten Lebensbereichen erwiesen.“

Dieser Leitgedanke aus der Projektbeschreibung 2006 der damaligen „Landesstelle für demokratische Jugendbeteiligung“ in Trägerschaft der RAA Brandenburg beschreibt bis heute den Kern der Arbeit des Kompetenzzentrums Kinder- und Jugendbeteiligung Brandenburg (KiJuBB). Die Geschichte des KiJuBB ist geprägt von der kontinuierlichen Weiterentwicklung von Beteiligungsstrukturen und dem Ziel, Kindern und Jugendlichen echte Mitgestaltungsmöglichkeiten zu eröffnen.

Was die Entwicklung prägt

Die Geschichte des KiJuBB ist facettenreich und zukunftsgewandt: Sie zeigt den Weg von zeitlich begrenzten Modellvorhaben zu einer dauerhaften fachlichen Infrastruktur. Zugleich verschob sich der Schwerpunkt von einzelnen Beteiligungsformaten hin zu Rechten, verlässlichen Verfahren, Qualitätsstandards und selbstorganisierten Interessenvertretungen. Prägend blieb dabei die Verbindung unterschiedlicher Ebenen: Junge Menschen bringen eigene Themen ein und organisieren Interessenvertretungen. Kommunen, Politik, Verwaltung, Einrichtungen und Träger werden dabei unterstützt, Beteiligungsrechte in Strukturen und Abläufe zu übersetzen. Diese Verbindung von Selbstvertretung, Fachentwicklung und institutioneller Verantwortung bildet bis heute den Kern der Arbeit.