AG Partizipation HzE
Die AG „Partizipation in den erzieherischen Hilfen“ ist seit 2016 ein landesweiter Ort für fachlichen Austausch und gemeinsame Weiterentwicklung. In der trägerübergreifenden Arbeitsgemeinschaft kommen Erfahrungen aus Einrichtungen, Diensten und Regionen zusammen. Im Mittelpunkt stehen Beteiligung und Beschwerde als Querschnittsthemen der Hilfen zur Erziehung sowie die Frage, wie die Perspektiven junger Menschen in Praxis und Fachentwicklung wirksam berücksichtigt werden können.

Seit 2016 im fachlichen Austausch
Die AG entstand 2016 als Ergebnis des Fachtags „Gerecht in Brandenburg“. Zu Beginn lag ein Schwerpunkt auf der Vorbereitung und Umsetzung der landesweiten Dialogforen. Aus dieser Zusammenarbeit entwickelten sich weitere gemeinsame Arbeitsfelder, darunter Fachtage zur fachlichen Nachbereitung der Dialogforen sowie die Qualifizierung zu Multiplikator*innen für Partizipation in den Hilfen zur Erziehung.
Seit 2018 arbeitet die AG eng mit dem Kinder- und Jugendhilfelandesrat Brandenburg (KJLR) zusammen. Damit sind die Erfahrungen und Positionen junger Menschen mit Erziehungshilfeerfahrung eng mit dem trägerübergreifenden Fachdialog verbunden. Kinder und Jugendliche werden dabei als Expert*innen in eigener Sache verstanden und sind wichtige Gesprächspartner*innen für die Weiterentwicklung der Hilfen.
Was die AG heute verbindet
Die AG bringt Vertreter*innen unterschiedlicher Träger und Verbände der Hilfen zur Erziehung zusammen. Beteiligt sind je nach Organisation Referent*innen, Geschäftsführungen, Einrichtungs- und Bereichsleitungen sowie pädagogische Fachkräfte. Die unterschiedlichen Perspektiven aus Praxis, Leitung und Fachentwicklung ermöglichen es, Entwicklungen aus Einrichtungen und Regionen frühzeitig wahrzunehmen und in einen landesweiten Zusammenhang zu stellen.
Der Austausch funktioniert in beide Richtungen: Erfahrungen aus Trägern und Regionen fließen in die Facharbeit des Kompetenzzentrums Kinder- und Jugendbeteiligung Brandenburg (KiJuBB) ein. Gleichzeitig werden fachliche Entwicklungen, Materialien und Impulse über die Mitglieder in unterschiedliche Arbeitsfelder und regionale Netzwerke weitergetragen. So entsteht ein kontinuierlicher Wissenstransfer zwischen Praxis, Fachdialog und Landesebene.
Dialogforen als zentrales Arbeitsfeld
Die Vor- und Nachbereitung der Dialogforen gehört seit der Gründung zu den prägenden Aufgaben der AG. Die landesweiten Dialogforen schaffen einen Raum, in dem junge Menschen aus den Hilfen zur Erziehung Erfahrungen, Kritik und Veränderungsvorschläge einbringen. Mitglieder der AG unterstützen die Vorbereitung, Durchführung und Auswertung und bringen dabei ihre Erfahrungen aus unterschiedlichen Trägerstrukturen ein.
Die Ergebnisse werden nicht nur dokumentiert. Sie dienen als Ausgangspunkt für fachliche Diskussionen, Qualifizierungen und weitere Formate. Gemeinsam mit dem KJLR entwickelte die AG beispielsweise den Fachtag „Lebendige Beteiligung in den Hilfen zur Erziehung“, der Impulse aus den Dialogforen aufgreift und mit Fachkräften und Verantwortlichen weiterbearbeitet.
Qualifizierung und Qualitätsentwicklung
Aus der Zusammenarbeit der AG sind weitere Bausteine der fachlichen Entwicklung entstanden. Dazu gehört die Qualifizierung zu Multiplikator*innen für Partizipation in den Hilfen zur Erziehung. Sie verbindet rechtliche und fachliche Grundlagen mit Haltungsreflexion, Praxisentwicklung und der Frage, wie Beteiligung in Einrichtungen und Organisationen dauerhaft verankert werden kann.
Die AG bietet zugleich einen Resonanzraum für Entwicklungen in der Praxis. Erfahrungen aus Beteiligungs- und Beschwerdekonzepten, Selbstvertretung, Dialogformaten oder regionalen Arbeitszusammenhängen können gemeinsam eingeordnet und für weitere Fachdebatten nutzbar gemacht werden. Ziel ist, Beteiligung nicht auf einzelne Methoden oder Veranstaltungen zu begrenzen, sondern als Bestandteil von Qualitätsentwicklung in den Hilfen zur Erziehung zu stärken.
[Qualifizierung zu Multiplikator*innen verlinken]
Zusammenarbeit mit dem Fachgebiet HzE des KiJuBB
Die AG arbeitet als eigenständige trägerübergreifende Arbeitsgemeinschaft. Das Fachgebiet Beteiligung in den Hilfen zur Erziehung des KiJuBB koordiniert und moderiert die regelmäßigen Treffen. Bewährt haben sich eine gemeinsame Jahresplanung, ein kontinuierlicher Austausch zu Entwicklungen in den Arbeitsfeldern sowie die gemeinsame Vorbereitung fachlicher Formate.
Veranstaltungen und Vorhaben werden in der AG fachlich diskutiert und gemeinsam weiterentwickelt. Für Formate des KiJuBB – etwa Dialogforen, Fachtage oder Qualifizierungen – liegt die Verantwortung für Organisation und Umsetzung bei der Fachstelle. Die AG ergänzt diese Arbeit durch Praxiswissen, Vernetzung und die aktive Mitwirkung ihrer Mitglieder.
Die AG Partizipation auf einen Blick
- trägerübergreifender Fachdialog zu Beteiligung und Beschwerde in den Hilfen zur Erziehung,
- seit 2016 aktiv,
- enge Zusammenarbeit mit dem Kinder- und Jugendhilfelandesrat Brandenburg
- regelmäßiger Austausch von Erfahrungen aus Trägern, Einrichtungen und Regionen,
- Mitwirkung an Dialogforen, Fachtagen und Qualifizierungen,
- Wissenstransfer zwischen Praxis, Fachentwicklung und Landesebene,
- Koordination und Moderation durch das Fachgebiet Beteiligung in den Hilfen zur Erziehung des KiJuBB.
Weiterführend
Die Arbeit der AG ist eng mit weiteren Angeboten und Strukturen im Bereich der Hilfen zur Erziehung verbunden. Vertiefende Informationen finden sich auf den Seiten zur Beteiligung in den Hilfen zur Erziehung, zu den Dialogforen und zum Kinder- und Jugendhilfelandesrat Brandenburg.